Wem gehört, was in eurem Familienraum liegt?
Was in eurem Familienraum liegt, gehört der Familie. Wer eine Liste sieht, sieht alles darauf. Halb geheime Listen gibt es nicht.
Fünf Dinge schränken das ein: „Nur ich“, Listen für ausgewählte Personen, Haushalte, eingeschränkte Konten und Geschenke. Jedes davon bekommt hier seinen eigenen Abschnitt.
Was heißt „Nur ich“?
Legst du in der App etwas an, steht darin die Zeile „Wer sieht das“. Einer ihrer Knöpfe heißt „Nur ich“. Wählst du ihn, sieht diesen Eintrag niemand sonst, und moj erwähnt ihn auch niemandem.
Das gilt für Termine, Aufgaben, Ideen, Notizen, Essen und Ziele. Auch eine Person könnt ihr so anlegen, samt ihrem Geburtstag.
Verlässt jemand die Familie, verschwinden seine „Nur ich“-Einträge mit ihm. Sie gehören ihm und nicht dem Raum. Die App sagt das vorher.
Wer sieht eine Liste?
Legst du eine Liste an, steht darin die Zeile „Wer sieht diese Liste“. Neben „Alle“ stehen dort „Nur ich“ und „Ausgewählte Personen“.
Mit „Ausgewählte Personen“ tippst du an, wer die Liste mit dir teilt. Du selbst bleibst immer dabei. Alle anderen sehen weder die Liste noch, was darauf steht.
Das gilt überall in moj: in der Suche, im Verlauf, in der Küchenansicht und im Export. Schickst du etwas auf so eine Liste, bleibt auch deine Nachricht bei euch.
Die Einkaufsliste eines Haushalts lässt sich so nicht einschränken. Auf ihr landet „Milch auf die Liste“ für alle, die dort wohnen.
Verlässt jemand die Familie, verschwindet eine Liste, die nur ihm gehörte. Eine Liste, die er mit anderen geteilt hat, behalten die anderen.
Was sieht ein anderer Haushalt?
Was ein Haushalt anlegt, gehört zunächst ihm. Ein Familienraum kann mehrere Haushalte haben, etwa ihr, die Großeltern und die Tante.
Dazu kommt jeder Haushalt, der in dem Eintrag selbst vorkommt. Nennt eine Aufgabe Oma, dann sieht Omas Haushalt sie. Sonst verpasst genau die Person das, worum es geht.
Zwei Wörter ändern das. „Für alle“ macht einen Eintrag für den ganzen Familienraum sichtbar. Und ein Einkaufsartikel folgt seiner Liste: „Kaffee auf Omas Liste“ landet auf Omas Liste.
In der App steht bei einem Termin außerdem „Wer dabei ist“. Das sind die Haushalte aller, die im Termin stehen: eine Feier mit Oma und der Tante sehen dann beide, ohne dass du die Haushalte einzeln antippst.
Den Kaffee sehen dann beide Haushalte, Omas und deiner. Wer bei Oma wohnt, bekommt dazu eine Mitteilung. Den Rest ihrer Liste siehst du weiterhin nicht.
Auch die Nachricht selbst, aus der so ein Eintrag entstanden ist, bekommen die anderen Haushalte nicht zu lesen.
Wer sieht eine Geschenkidee, und wer nicht?
Alle außer der Person, um die es geht. Das ist die eine Stelle, an der moj von sich aus etwas verbirgt, ohne dass jemand es so gewählt hat. Dafür gibt es zwei Regeln, und sie kehren sich um:
- Was jemand anderes für dich notiert, siehst du nicht. Die Idee liegt bei deiner Person, sichtbar für alle außer dir.
- Was du für dich selbst notierst, sehen alle. Das ist ein Wunsch, und er ist genau dafür da.
Einen Schalter dafür haben wir bewusst weggelassen. Ein Haken „geheim“ wäre der naheliegende Weg gewesen. Nur vergisst man so einen Haken irgendwann, und dann steht die Überraschung sichtbar im Familienraum. moj weiß ohnehin, wer die Idee geschrieben hat, also entscheidet es selbst.
Was darf ein Kinderkonto?
Ein Kinderkonto ist keine abgespeckte Erwachsenenrolle. Wir haben es als eigene Rolle gebaut. Es sieht drei Arten von Einträgen: Einkaufsartikel, Aufgaben und Termine. Belege, Ideen, Ziele und Notizen tauchen nicht auf, auch nicht in der Suche.
- Anlegen: Einkäufe immer, Aufgaben nur für sich selbst.
- Abhaken und ändern: dasselbe, also Einkäufe und die eigenen Aufgaben.
- Nicht möglich: Anhänge öffnen, rückgängig machen, Personen oder Listen bearbeiten, Einstellungen, Export, jemanden einladen.
- Über WhatsApp: Sprachnachrichten ja, Fotos und Dokumente nein.
Die eigene Nummer mit moj verknüpfen darf auch ein Kind. Ein Kinderkonto kommt über einen Code der Eltern aufs Handy und hat keine E-Mail-Adresse. Die verknüpfte Nummer kommt dazu. Über ein Kind ohne Konto speichert moj nur, was ihr eintragt.
Zurücknehmen kann ein Kind nichts, auch nicht auf WhatsApp. Das machen die Erwachsenen.
Was dürfen Oma oder der Babysitter?
Wer bei euch hilft, kommt mit der Rolle „Mithelfend“ dazu. Diese Rolle sieht dasselbe wie ein Kinderkonto: Einkaufsliste, Merklisten, Aufgaben und Termine. Anders als ein Kind trägt sie dort für die ganze Familie ein.
- Anlegen und ändern: Termine, Aufgaben und Einkäufe, auch für andere.
- Zurücknehmen: nur, was sie selbst eingetragen oder geschickt hat.
- Schicken: Text, Sprache, Fotos und PDFs, etwa den Zettel aus der Kita. Aus einem fotografierten Kassenzettel wird eine Aufgabe: „Oma Ilse 8,90 € erstatten“. Eine Rechnung mit Zahlungsfrist legen die Erwachsenen ab.
- Nicht möglich: Belege, Ideen, Ziele sehen, Einstellungen, Export, jemanden einladen. Einladen dürfen die Erwachsenen.
- Notizen: nur die, die eine Person nennen — lesen und schreiben. Wer abends das Antibiotikum gibt, muss lesen dürfen, was der Arzt gesagt hat, und aufschreiben, was am Nachmittag war. Eine Notiz ohne Namen bleibt bei den Erwachsenen.
Hat ein Termin eines Kindes niemanden, der mitgeht, fragt moj auch sie. Übernimmt sie ihn, ist die Frage für alle erledigt.
Gefragt wird nicht nur bei Kindern. Steht in einem Termin nur, wer kein eigenes Konto hat, fragt moj: bei der Urgroßmutter genauso wie beim Kind. Wer ein Konto hat, kommt selbst hin.
Manche Termine brauchen niemanden: Schule, Verein, der Bus nach Hause. Auf „Heute“ steht dafür „Braucht niemanden“ an der Frage. Der Termin bleibt, die Frage geht. Für eine Aufgabe gilt dasselbe: die Lesemappe wird abgegeben, nicht übernommen.
Wiederholt sich der Termin, fragt moj, ob nur dieser gemeint ist oder jeder. Die Schule fragt sonst jeden Morgen neu. Aus demselben Grund stehen die Termine einer Serie in einer Zeile, mit der Zahl dahinter.
Was bekommen die anderen Handys zu sehen?
Den Namen eurer Familie und eine Zeile mit dem Titel und dem Zeitpunkt. Mehr nicht.
Legt jemand etwas an, das andere angeht, bekommen deren Handys eine kurze Mitteilung. Beträge, Notizen und Anhänge gehen dabei nie hinaus. Ein Kind bekommt nur Mitteilungen zu seinen eigenen Terminen und Aufgaben.
Eine Ausnahme ist die Erinnerung an eine fällige Rechnung. Sie nennt den Betrag, weil genau der die Erinnerung ausmacht. Sie kommt nicht von uns, sondern von deinem eigenen Handy, und sie geht an niemanden sonst.
An einen Termin erinnert moj die, die hingehen. Wer dabeisteht, wird also erinnert. Willst du nur Bescheid geben, stell die Erinnerung am Termin auf „Aus“: Der Termin steht dann im Kalender und klingelt bei niemandem. Beim Eintragen steht dabei, wie viele Handys die Erinnerung erreicht. Geht nur ein Kind hin, erinnert moj die Erwachsenen. Steht bei einem Termin niemand, erinnert moj alle.
Wohnt ihr getrennt, schreibt ihr den Wechsel als Termin in den Kalender: „Die Kinder sind ab Freitag bei mir“. Er blockiert nichts und nennt beide Seiten, die Kinder und dich. In dieser Zeit erinnert moj dann dich und fragt nicht mehr, wer mitgeht.
Und was zwischen 21 und 7 Uhr fällig wird, kommt am Morgen gesammelt statt nachts einzeln.
Welche zwei Dinge gehen ohne Konto?
Zwei Dinge in moj funktionieren ohne Konto, weil das Gerät davor keins hat: das Kalender-Abo für Apple Kalender und Google Kalender, und die Küchenansicht für ein Tablet in der Küche.
Die Adresse selbst ist das Passwort. Eine Anmeldung gibt es dahinter nicht. Wer den Link hat, sieht also, was dahinter liegt. Deshalb darf nur ein Erwachsener eine solche Adresse erzeugen. Jede der beiden Arten hat ihre eigene, und jede lässt sich zurückziehen: eine neue ersetzt die alte.
Nur lesen, nie schreiben. Hinter beiden Adressen lässt sich nichts ändern. Eine Adresse, über die man etwas ändern könnte, wäre gefährlich, sobald sie einmal weitergereicht wird.
Sie zeigen das, was die Person sieht, die sie erstellt hat. Also deren Haushalt und alles, was für alle ist. Eine Liste für ausgewählte Personen zeigen sie nie. Hat diese Person die Familie verlassen, zeigt der Link nur noch das, was ohnehin allen gehört.
Die Küchenansicht zeigt 5 Tage, heute eingeschlossen, dazu die Einkaufsliste. In der App steht bei jeder Adresse, wann sie zuletzt abgerufen wurde.
Was lässt sich nicht einstellen?
Kein einzelner Eintrag für zwei Personen. Ein Eintrag gehört „allen“, einem Haushalt oder dir allein, dazu jedem Haushalt, den er nennt. Für dich und deinen Bruder legst du stattdessen eine Liste an und wählst ihn unter „Ausgewählte Personen“ dazu. Einen einzelnen Eintrag vor einer bestimmten Person verstecken geht nicht. Die Ausnahme ist das Geschenk, und das entscheidet moj selbst.
Keine Rechte je Mitglied. Es gibt vier Rollen: Admin, Erwachsene, Mithelfende und Kind. Eine Tabelle mit Rechten für jede Person haben wir weggelassen. So eine Tabelle pflegt am Ende niemand.
Keine Lesebestätigung. Wir zeigen nicht an, wer was gesehen hat. Eine Familie ist kein Postfach mit Empfangsnachweis.
Stand 2. Oktober 2026. Wer außerhalb eurer Familie beteiligt ist, steht in der Datenschutzerklärung.
Kurz beantwortet
Sehen alle in der Familie alles?
Fast. Die Grenze ist der Familienraum und nicht die einzelne Person. Fünf Dinge schränken das ein. Wer beim Anlegen „Nur ich“ wählt, behält den Eintrag für sich. Eine Liste kann nur für die Personen da sein, die du auswählst. Mehrere Haushalte sehen nur, was sie angeht. Ein Kinderkonto sieht weniger, ebenso Oma oder der Babysitter mit der Rolle „Mithelfend“. Geschenke sind die fünfte Ausnahme: sie bleiben vor genau der Person verborgen, um die es geht.
Kann ich eine Liste nur mit bestimmten Personen teilen?
Ja. Unter „Wer sieht diese Liste“ wählst du „Ausgewählte Personen“ und tippst an, wer sie sehen soll. Alle anderen sehen weder die Liste noch, was darauf steht. Mit „Nur ich“ bleibt sie ganz bei dir.
Sieht meine Frau die Geschenkidee, die ich für sie notiert habe?
Nein. Was jemand anderes für dich notiert, bleibt vor dir verborgen. Was du dir selbst wünschst, ist ein Wunsch und den sehen alle. Dafür gibt es keinen Schalter: die Überraschung ist der Normalfall.
Was sieht ein Kind nicht?
Belege, Anhänge, Ideen, Ziele, Notizen und die Einstellungen. Ein Kind sieht die Einkaufsliste, die Merklisten, die Aufgaben und den Kalender. Es schreibt auf die Listen und hakt seine eigenen Aufgaben ab. Nicht möglich sind Rückgängig machen, Personen bearbeiten und exportieren.
Was sehen Oma oder der Babysitter?
Mit der Rolle „Mithelfend“ sehen sie die Einkaufsliste, die Merklisten, die Aufgaben und den Kalender. Dort tragen sie auch für andere ein, Termine eingeschlossen. Notizen über eine Person lesen und schreiben sie: wer abends das Medikament gibt, muss den Befund lesen dürfen. Belege, Ideen und Ziele sehen sie nicht. Einstellungen, Export und Einladungen bleiben bei den Erwachsenen.
Was steht auf dem Sperrbildschirm, wenn jemand etwas anlegt?
Der Name eurer Familie und eine Zeile mit dem Titel und dem Zeitpunkt. Beträge, Notizen und Anhänge gehen nie in eine Mitteilung.
Was zeigt ein moj-Widget auf dem Sperrbildschirm?
Auf dem iPhone zeigt es den nächsten Termin mit Uhrzeit und wie viel heute noch offen ist. Eine fällige Rechnung steht dort mit ihrem Namen. Das sieht jeder, der das Handy sieht, auch ohne es zu entsperren. Wer das nicht möchte, legt dort kein moj-Widget ab.
Wer kann die Küchenansicht öffnen?
Jeder, der die Adresse hat. Die Adresse selbst ist das Passwort. Deshalb darf nur ein Erwachsener sie erzeugen, und deshalb lässt sie sich jederzeit zurückziehen. Ändern kann man dahinter nichts.
Stand 2. Oktober 2026. Wie ihr jemanden einladet: die ersten Schritte. Was an das Modell geht: KI und eure Daten. Und wo die Grenzen liegen: was moj nicht kann.
Noch etwas offen?
Schreib uns einen Satz dazu, was du vorhattest und was stattdessen passiert ist. Wir antworten an die Adresse, die du angibst.
Schreib unsDie App ist noch nicht im App Store oder bei Google Play.
